Januar 20, 2010

Es bedarf einer Gegenkraft, um sich selbst Kraft zuzufügen…

Wie wirkungsvoll ist schon allein die Idee, “gegen sich selbst zu arbeiten”, ja sogar teilweise gegen sein eigenes Leben anzugehen.

Das Weniger-Atmen-als-man-eigentlich-will ist nur eine der Formen, diesem Prinzip gerecht zu werden. Eine andere ist z.B. die selbstauferlegte Disziplin, Worte mit Absicht leicht falsch anzuwenden, und damit dem Naturtrieb nach Wahrheit ein willentliches Kontra zu setzen.

Es geht darum, sich selbst Kontra zu geben und jedes Dogma zu überwinden. Auch darum, sein Denken mit Unlogik zu überwältigen, sich auch dort ein Kontra zu geben. Alle Grenzen einreißen. Am Zenit dieses Unterfangen steht die verrückte Idee: zerstöre Dich selbst!

Doch vergessen wir nicht: auch diese Idee ist wie jede andere nur so viel Wert, wie sie uns letztlich dient. Wenn etwas wirklich zerstört wird, könnte dies nur durch einen Gewinn an anderer Stelle gerechtfertigt werden.

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